“Skandale und Phantomkredite statt Klimaschutz: Bilanz nach 20+ Jahren Emissionshandel”
Der Club of Vienna lädt ein:
Dipl.-Biol. Jutta Kill
“Skandale und Phantomkredite statt Klimaschutz: Bilanz nach 20+ Jahren Emissionshandel“Dienstag, 17. Februar 2026, 18:00 Uhr
Otto-Mauer-Zentrum, Währingerstraße 2-4, Mezzanin, 1090 WienInhalt
Der Handel mit Kompensationsgutschriften war seit seiner Verankerung im Kyoto-Protokoll von 1997 umstritten. Skandale um Millionen von Phantomgutschriften prägten die Geschichte des Clean Development Mechanism. Auch der sogenannte ‚freiwillige‘ Kompensationsmarkt, den bisher vor allem Konzerne nutzen, um Produkte als CO2-neutral zu vermarkten, stand von Anfang an in der Kritik. Recherchen deckten auf, dass auch hier Millionen von Phantomgutschriften gehandelt wurden. Der Vortrag blickt zurück auf 20+ Jahren Handel mit Kompensationsgutschriften und zeigt auf, warum in der Folge der jüngsten Skandale ergriffene ‚Qualitäts-Initiativen‘ zukünftige Skandale nicht werden verhindern können.Vortragende
Jutta Kill ist Diplom-Biologin und arbeitet freiberuflich eng mit dem World Rainforest Movement zusammen, unter anderem in Recherchen zu den Auswirkungen von Instrumenten des ‚grünen‘ Kapitalismus und damit verbundenen Landkonflikten im Globalen Süden. Ein zentrales Thema ihrer Recherchen und Veröffentlichungen ist der Emissionshandels. Seit 25 Jahren dokumentiert sie, wie systemische Widersprüche und Interessenkonflikte bei der Zertifizierung von Kompensationsprojekten den Handel mit Phantomgutschriften begünstigen und CO2-Neutralitätsversprechen wirkungsvollen Klimaschutz behindern und zunehmend Konflikte um Land im Globalen Süden anheizen.


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