“Antifaschistische Medien- und Kommunikationswissenschaft” – Erfolgreiche Tagung vom 16.4. bis 18.4. an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Anlass für die Tagung des Netzwerks Kritische Kommunikationswissenschaft war die Überzeugung, dass Antifaschismus für Wissenschaft, Journalismus, Kultur und Politik, im linken, aber auch im bürgerlichen Spektrum selbstverständlich, d.h. breit geteilter Grundkonsens sein sollte – zumal in Deutschland und nach dem Nationalsozialismus. Stattdessen wird Antifaschismus in Wissenschaft und Praxis häufig als extremistische Haltung diffamiert und kriminalisiert – so auch in der Medien- und Kommunikationswissenschaft.
Im Sinne einer kritischen Medien- und Kommunikationswissenschaft haben wir die Rolle von Medien, Kommunikation und Öffentlichkeit in Faschismus und Antifaschismus herausgearbeitet, ohne Erklärungen oder Ansätze alleine nur auf Medien, Technik, Kultur, Ökonomie oder ausschließlich einzelne Akteure engzuführen. Wir konnten so gemeinsam Wege aus einem „hilflosen Antifaschismus“ (W. F. Haug) erschließen.
Die Tagung war mit ca. 190 Teilnehmerinnen aus Wissenschaft, Journalismus, Kommunikations- und politischer Praxis die bisher größte des Netzwerkes und die vielen spannenden Diskussionen zu gegenwärtigen Faschisierungstendenzen hallen noch nach. Wir hatten neben vielen großartigen Vorträgen und Workshops auch exzellente Hauptvorträge von Alex Demirovic, Vanessa E. Thompson und Tanja Thomas und Fabian Virchow. Ein Tagungsband mit ausgewählten Beiträgen ist in Vorbereitung und wird im kommenden Jahr bei Transcript erscheinen.
– Sebastian Sevignani –
Die Einladung war hier erschienen.


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